Beiträge von Ylvalie

    Mein Zwillingsmädchen möchte Malerin/Künstlerin werden. Am Freitag hat sie den Malwettbewerb gewonnen und durfte sich ein Geschenk abholen. Ich hab mich soooo mit ihr gefreut! _herzi_ Endlich mal ein Erfolgserlebnis und einfach was Frisches, Schönes nach so vielen Enttäuschungen und Ausfällen und versprochenen Ersätzen in den letzten anderthalb Jahren!

    Versuch, das Gefühl einfach hinzunehmen und nicht im schlechten Gewissen aufzugehen. Du versorgst beide gleich gut, du bist für beide da - und wer weiß, vielleicht springt das Gefühl um, sobald er das "einfachere" Kind wird. Oder die Gefühle gleichen sich an. Oder auch nicht, erzwingen kann man nichts. Du machst deinen Mama-Job trotzdem gut.

    Oh nein, was für ein Schreck... gut, dass es sich schnell gelöst hat.


    Du bist keine schlechte Mutter, wenn du beim Schreien genervt bist. Und auch nicht, wenn du zu einem Kind eine engere Bindung hast. Ich habe auch schon mal das Gefühl gehabt, einen der Zwillinge viel schlechter zu verstehen oder hatte umgekehrt das Gefühl, das Kind würde mich weniger mögen als das andere bzw. die Bindung sei ganz anders. Bei meinem Mann war es umgekehrt. Und auch bei uns ist es so, dass wir jeweils besser mit dem Baby konnten, das uns ähnlicher war. Und auch hier hat es gewechselt. Dass ich hier lese, dass es vielen so geht, bestärkt mich noch einmal darin, mir daraus keinen Vorwurf zu machen. Ich liebe sie alle und sie mich auch. Und du deine auch und sie dich. Alles gut. Du machst das schon. Morgen ist kein Gelenk verrutscht und dann startet ihr alle neu. _daumdrück_


    Ach ja, meine sind ja nun schon aus dem Babyalter raus und ich denke oft darüber nach, dass ich jetzt vieles anders angehen würde. Eine ganz wichtige Sache davon: Ich würde nie wieder versuchen, sie beim Trinken zu synchronisieren. Sooo lange habe ich alles dafür getan und im Nachhinein hätte es viel mehr Stress gespart, einfach hinzunehmen, dass irgendwie immer einer von beiden grade stillen will. Es stimmt nicht, dass sich jedes Zwillingspaar synchronisieren lässt. Und auch nicht, dass es nötig wäre. Also ich freue mich für alle, die damit klar kommen, aber hier war es genau das Falsche. Schon beim ersten Kind hat die Hebamme mich derart unter Druck gesetzt (Stillabstände zu kurz, bitte immer so weit wie möglich ziehen, Stilldauer auch zu kurz, Kind kriegt keine vollwertige Milch, blablabla. Letzlich hat das Kind dann, als ich mich endlich von dem Druck lösen und die Hebamme an die Luft setzen konnte, endlich stressfrei getrunken. Alle 2 Stunden für maximal 5 Minuten, höchstens 2,5 pro Seite. Rund und gesund, richtig speckig. Von wegen, sie kriegt nur Vormilch, alles Quatsch. Stillkinder holen sich, was sie brauchen. Das ist ja das Tolle. Jeder Fremdrhythmus stört da das Gleichgewicht. So war jedenfalls meine Erfahrung.)

    Herzlich willkommen!
    Ich verstehe deine Zweifel absolut, ich hatte sie auch - erschwert dadurch, dass mein "großes" Kind bei Geburt der Zwillinge gerade erst den zweiten Geburtstag gefeiert hatte und rasend eifersüchtig, schwierig und traurig war. Ich finde sowieso von Anfang an, dass es bei Zwillingen die allerallerschwierigste Aufgabe für mich war (und immer noch ist), dass ich noch ein drittes, entthrontes Kind habe, dem ich von heute auf morgen nicht mehr geben konnte, was es brauchte und bislang gewohnt war: ungeteilte 24h7Tag-Aufmerksamkeit. Was haben wir getan? Nun, was wir konnten. Auch mal erfolgreich. Aber hierzu eine Anekdote von einem unerfolgreichen Tag:

    Ich habe gehört, ich könnte doch die Zwillinge gemeinsam stillen, schön bequem auf einem Stillkissen, und während dieser 30-45 gemütlichen Minuten in aller Ruhe der Großen ein Bilderbuch vorlesen. So machte es eine mir bekannte Zwillingsmutter, die dieselbe Mischung wie ich zwei Jahre vorher bekommen hatte und mir somit in ihrer weisen Erfahrung weit voraus war. Eine, die trotz des Großen immer mit beiden Zwillingen bei der Rückbildung war (ich war da, konnte aber nie (!) mitmachen, weil IMMER einer gebrüllt hat) und die sogar alleine mit beiden beim Babyschwimmen war. Ich hatte für diesen Still-und-Bilderbuch-Vorschlag nur bitterste Verachtung übrig, denn bei uns lief es so: Gemeinsam Stillen war ein Ding der Unmöglichkeit. Von der Hebamme kam keine Unterstützung, von einem Zwillingskissen wusste ich nichts, einer hat immer abgedockt, geweint, verschluckt, .... Also getrennt. Das lief dann ab und an auch gerne so ab: Ein Zwilling brüllend an der Brust (riesen Stillkrise, die nach mehreren nervzerreißenden Monaten zum Abstillen geführt hat, weil weder Kinderarzt noch Hebamme noch Stillberatung noch Google noch Forum mir helfen konnten, sondern alle ratlos mit den Schultern zucken mussten), der andere Zwilling brüllend und hungrig in der Wippe, die ich mit dem Fuß angestoßen habe, während ich oben an der Brust verzweifelt versucht habe, Tränen in Milch zu verwandeln, dazu eine bockige, ebenso verzweifelte Zweijährige, natürlich alters- und temperamentbedingt immun gegen sanfte Erklärungen und einleuchtende Darstellungen, die endlich auch was von Mama haben und mit ihr spielen wollte (und zwar spielen, was SIE will und natürlich NICHT neben den stillenden Babys!), die aus Prinzip auch Hunger bekam und außerdem SOFORT zum Klo musste. Da komm mir mal einer mit Bilderbuch! Ich war fast immer den ganzen Tag lang alleine mit meinen drei wirklich kleinen Kindern - meine Mutter, die fest eingeplant gewesen war, musste spontan monatelang eine Vertretung übernehmen, mein Mann arbeitet Vollzeit ohne Elternzeit, ich habe alle (!) Freundinnen vor Ort mit Geburt der Zwillinge verloren (erster Kommentar, als ich von Zwillingen erzählte: "Ach du Scheiße, wie willst du das schaffen?!" und dann recht schnell ein Kontaktabbruch von deren Seite), die Hebamme hatte keinen Tipp für mich, hat mich aber wissen lassen, dass sie sich immer freut, wenn sie zu ihren eigenen, ruhigen Kindern zurück darf (danke!), und die Hilfe von der Krankenkasse hat mich jeden Tag kurz vor ihrer Ankunft wissen lassen, dass sie doch heute nicht kann, immer spät genug, damit ich mich nicht um Ersatz kümmern konnte. Dazu dann Nachbarn, die ein heruntergefallenes Spielzeug gerne als persönlichen Angriff auf ihren ungestörten Fernsehnachmittag interpretiert und entsprechend durch Beschimpfungen und wilde Klopfereien quittiert haben, was unsere Lage nicht entspannt hat.


    So lief es nicht jeden Tag und nicht den ganzen Tag, aber es hat gereicht, um mir zu beweisen, dass man als Hausfrau und Mutter auch ohne Job genug zu tun hat - und so empfinde ich es noch heute. Und es hat auch gereicht, um mir ebenfalls ein ordentlich schlechtes Gewissen zu machen, wenn man Dinge hört wie "enger Körperkontakt, möglichst Haut an Haut", "am besten immer tragen", "genießt die Kuschelzeit". Kuschelzeit hatte ich beim ersten Kind, dennoch war die Entthronung ein Schock, bei den Zwillingen ist sie einfach ausgefallen. Das heißt nicht, dass sie nie zum Kuscheln kamen, aber eben dieses "wir liegen jetzt Tag und Nacht neben- oder aufeinander auf dem Sofa oder im Bett, sind unzertrennlich und Baby geht immer vor" ist eben nur mit einem Kind möglich - es sei denn, man hat absolut gleichgetaktete Zwillinge von sehr ruhiger Natur und entweder ohne weitere Geschwister oder mit helfenden Erwachsenen, das gibt es sicher auch. So war es bei mir aber nicht.


    Das erste Kind habe ich oft getragen, die Zwillinge praktisch nie. Einer der Beiden hat es nicht leiden können, der andere wohl, aber wie soll ich einen Zwilling tragen, den zweiten stillen und die Große aufs Klo begleiten? Ich habe es mal versucht, aber es ist ausgeartet in ständiges Aus- und Anziehen der Traghilfe, am besten eben gerade dann, wenn endlich einer eingeschlafen war. Also das habe ich sehr schnell aufgegeben.

    Trotzdem ist bis jetzt aus allen was geworden. Alle haben zu mir und zu den Geschwistern eine enge Bindung. Vom Kindergarten wurde mir immer zurückgemeldet, sie seien ein fest zusammengeschweißtes Team, das zusammenhält. Was will man mehr? Kuschelzeit haben wir uns genommen, wann immer es möglich war. So habe ich dann mal zwei Kinder nach Arbeitsschluss bei meinem Mann "abgeladen", um mit einem Exklusivzeit zu haben, auch sehr früh schon. (Allerdings nur kurz, denn unsere Stillabstände lagen bei 1,5 Stunden, und mein Mann hat sich damit schwergetan, diese Zeiten zu übernehmen sm_; .) Überhaupt haben wir viel aufgeteilt, sodass einer die Große ins Bett brachte, der anderen die Kleinen. Sobald die Große im Bett war, haben wir dann jeder einen Zwilling genommen und versucht, durch die Wohnung tigernd und auf und ab schaukelnd mit der anderen Hand wenigstens ein Butterbrot zu essen... diese Extremphase war kurz, ist uns aber in lebhafter Erinnerung.


    Was bei uns Entspannung gebracht hat, war eine elektrische Wippe. Niemals hätte ich mir träumen lassen, dass ich mir so ein Ding mal anschaffen würde, aber es hat Wunder gewirkt. Es war quasi der fehlende Babysitter, der mal ein Baby wenigstens für ein paar Minuten nehmen und schaukeln kann. Dann das Abstillen. So traurig ich auch war und wie viele Tränen auf meiner Seite auch geflossen sind, letzlich war es die beste Entscheidung. Hätte ich eher gewusst, wie viel mehr Entspannung das bringen würde, hätte ich nicht erst nach 5 Monaten abgebrochen. Und dann der Kindergartenplatz für die Große. Der ergab sich zufällig, weil ich in meiner Verzweiflung im Kindergarten angerufen habe und sie die Situation richtig einschätzen konnten. So hatte meine Große wieder das Gefühl, tatsächlich groß zu sein, war ausgelastet und glücklich, ich hatte zweieinhalb Stunden am Tag nur zwei Kinder zu versorgen und war selbst auch ausgeruhter.


    Was hilft dir das jetzt? Erstmal möchte ich dir mit meiner Geschichte zeigen, dass doch offenbar alles in Ordnung ist, wenn ein Baby "nur" da liegt und zufrieden ist. Es könnte ja auch wie am Spieß brüllen und sich nicht beruhigen und geschaukelt werden müssen, während das andere aber sofort und sehr großen Hunger hat und sofort an die Brust will. Ein großes Geschwisterchen fällt bei dir auch weg, soweit ich weiß. Und wenn dann dein unbekuscheltes Baby zufrieden da liegt, dann ist es auch zufrieden. Da fehlt nichts. Du kuschelst es dann halt eine Weile später. Kinder brauchen Liebe und Körperkontakt, aber nicht zwangsläufig gleichzeitig und auch nicht ununterbrochen. Kinder leiden, wenn sie nicht gekuschelt werden, aber nicht, wenn sie darauf ein bisschen warten müssen, weil sie eben nicht alleine auf der Welt sind. Du bist immer da, du sperrst ja den "Ungekuschelten" nicht in ein dunkles Kellerverlies, sondern stehst dabei und kümmerst dich derweil um den Zwilling. Du könntest ja auch schon 5 andere Kinder haben, die alle völlig unterschiedliche Bedürfnisse haben. Kinder in Großfamilien sind ja auch nicht im Nachteil, weil Mama ihre Zeit und Liebe auf alle verteilt, und erst recht nicht, weil sie zu wenig gekuschelt hätten. Im Gegenteil, ich schließe mich im Tenor den anderen an: Geschwister sind mehr wert als 100% Mama für 24/7.

    Ich habe leider keinen konkreten Tipp, würde dir als Mutter aber die Erziehungsberatung empfehlen. Bei uns läuft das über die Stadt, die ihrerseits die Caritas bezahlt. Bei jedweden erzieherischen Problemen kann man sich also an einen (Familien-)Therapeuten/Pädagogen der Caritas wenden, im 1:1-Gespräch am eigenen Wohnort. Ich war mit einer anderen Fragestellung im Kindergartenalter da und habe wunderbare Unterstützung bekommen - und auch den Rückhalt, dass ich meine Sache so gut wie möglich mache. Es gab dann auch einen Termin nur fürs Kind, auch 1:1. Vielleicht gibt es sowas ja auch bei euch?

    Ich sehe gerade, dass manche hier auch Vorlesen mit einbeziehen. Meine Meinung: vorlesen kann man gar nicht zu viel. Lesen, lesen, lesen. Es gibt so unendlich viele schöne, geeignete Bücher, die Kindern eine ganze Welt der Phantasie eröffnen. Unsere letzten Favoriten: alles von Astrid Lindgren (nur nicht die Bücher für die Älteren, die hebe ich mir für später auf), Jim Knopf Band 1 und 2, Die Kinder vom Möwenweg und Oma, schreit der Frieder. Da gibt es hier aktuell auch einen anderen Thread zu.

    Ich bin da von der strengen Sorte und bekam da inhaltlich auch volle Unterstützung vom Medienexperten, der im Kindergarten einen Vortragsabend gestaltet hat.


    Hier gilt: je weniger, desto besser. Mit 4 haben sie die Maus am Sonntag mit uns zusammen gesehen (aufgenommen und dauernd gestoppt, um nachzufragen. Denn meistens haben sie es NICHT verstanden und wir haben dann erklärt) oder mal ab und zu ein paar Folgen Peppa Wutz. Dann fing es auch langsam an mit Michel, Bullerbü, Pippi - da haben wir dann auch entweder eine Folge gesehen oder den Film dreigeteilt. Inzwischen (5 und 7) dürfen sie auch ganze Filme sehen. (Der Medienexperte meinte, Spielfilmlänge frühestens ab Schulalter.) Allerdings ist für mich NICHT die Altersfreigabe der FSK entscheidend, sondern mein subjektives Empfinden. Die meisten Empfehlungen (da findet man welche im Netz, die FSK ist sowieso keine Empfehlung, sondern eher ein Ausschlussverfahren) sind viel zu früh.
    Wichtig dabei: es gibt nicht jeden Tag Fernsehen und schon mal gar nicht das, was im Programm läuft. Ich muss es vorher kennen. Meistens zeige ich Filme, die ich selbst von früher kenne. Wenn es gruselig ist, bin ich auch dabei. Es darf ruhig spannend und gruselig sein, aber weniger als in Büchern. Erklärung: im Buch kann/muss das Kind sich alles selbst vorstellen. Die eigene Erfahrung und die Grenzen der Phantasie schützen das Kind in dem Fall. Was zu schlimm ist, wird sich nicht im Detail ausgemalt, sondern bekommt einen übergeordneten Sinn. Im Film MUSS das Kind alles mit ansehen, die Filmbilder bleiben anders haften als die der eigenen Phantasie. Ein Beispiel: ich lese schonungslos Märchen vor bzw. erzähle sie. Da verbrennt die Hexe schreiend im Ofen. Das Kind versteht: die Hexe ist tot/weg/unschädlich, das Böse ist besiegt, die Kinder sind frei. Alles paletti. Tenor der Kinder: geschieht der Hexe recht. Aber NIEMALS würde ich, wenn es so einen Film gäbe, den Kindern zeigen wollen, wie eine alte Hexe schreiend im eigenen Ofen ein Opfer der Flammen wird. Es ist derselbe Inhalt, aber der Ton macht die Musik - und in dem Fall das Bild. Aktuelles Beispiel bei uns: die Kinder lieben Ronja Räubertochter. Das hat es durchaus in sich, ist aber einfühlsam und einfach grandios geschrieben (Lindgren eben). Wir haben es schon 2 Mal komplett gelesen, sie sind ganz wild danach, malen die Geschichte nach, spinnen sie weiter... nun wollen sie unbedingt den Film sehen. Der ist allerdings erstens erst ab 6 freigegeben (völlig zu Recht) und zweitens ein ganz anderer Eindruck. Ich finde es nicht nur schade um den Eindruck, den das Buch hinterlassen hat (denn die Bücher sind eben meistens besser, auch wenn ich den Film sehr mag), sondern auch schlichtweg zu früh.


    Ans Tablet dürfen sie nicht. Wenn es nur nach mir ginge, dürften sie auch nicht an den Computer, aber seit Corona hat mein Mann ihnen ein Mal im Monat (!) erlaubt, mit ihm zusammen was am Computer zu machen.


    Wo ich sehr locker (vielleicht zu locker laut Medienexperte, der Hörspiele ganz klar mit in den Gesamtkonsum von maximal 30 min / Tag im Vorschulalter einbezieht) bin, sind Hörspiele. Die dürfen sie ohne Einschränkung hören und nutzen das auch häufig. Dabei geht es hautpsächlich um alte Kassetten von mir (ich habe ALLES aufgehoben und sie haben dafür extra einen eigenen Kassettenspieler bekommen), also kenne ich auch da den Inhalt. Hoch im Kurs: Benjamin Blümchen und Bibi Blocksberg. Meine alten TKKGs habe ich noch unter Verschluss. Übrigens habe ich nicht begriffen, warum Benjamin und Bibi heute "ab 3" sind. Auf meinen Kassetten steht "ab 5" und obwohl ich nicht glaube, dass ein Dreijähriges davon Schaden nimmt, habe ich hier die Erfahrung gemacht, dass sie es vor 5 sowieso nicht verstehen. Das fällt aber nur auf, wenn man den Inhalt selbst kennt und Rückfragen stellt.


    Mit Corona haben sie deutlich weniger gesehen als vorher. Hat sich irgendwie so ergeben; wir waren viel draußen. Was ich aber zugeben muss (Ehrlichkeit war ja hier gefragt): die Kleinen dürfen früher und länger was sehen als die Große früher im selben Alter zwei Jahre früher. Das ergibt sich eben, wenn jüngere Geschwister dann mitschauen wollen. Und bei Krankheit gelten andere Regeln, wir sind auch nur Eltern. sm_;

    Ja, es gibt das sogenannte Entwicklungsstottern. "Richtiges" Stottern manifestiert sich erst später.


    Du machst alles richtig, wenn du
    - ihn ausreden lässt
    - geduldig bleibst
    - ihn nicht dazu aufforderst, "richtig" oder "konzentrierter" oder "langsamer" zu sprechen etc. - lass ihn und zeig ihm nicht, dass irgendwas nicht stimmt.


    Ein Problem gibt es, wenn er selbst das Gefühl bekommt, er würde etwas falsch machen. Vorstellig solltest du werden, wenn
    - das Stottern ihn selbst beeinträchtigt oder traurig macht
    - wenn es über ein halbes Jahr ohne Pause bleibt
    - wenn es sich arg verschlechtert und er dadurch unverständlich wird, wenn es also ein echtes Problem ist.


    Entwicklungsstottern geht in den allermeisten Fällen einfach von alleine wieder weg. Daher ist es auch so wichtig, es für das Kind nicht zum Problem zu machen - die Kinder merken es im Idealfall überhaupt nicht. Grund ist, so sagt man stark vereinfacht, dass das Kind in bestimmten Entwicklungsphasen einfach schneller denkt als es sprechen kann.


    Alles Gute!

    Unsere Jungs sind 2 1/2, sie lieben Autos, Bagger, einfach alles an Fahrzeugen und können schon viele Namen... nur ein Auto ist immer kaputt sm_lachen1 - das Cabrio!! Egal wie oft wir das erklären, das das Dach extra ab ist, Auto putt- mit traurigen Gesicht


    Wie cool!!! sm_lachen1sm_lachen1sm_lachen1 Das ist wie die armen, armen Jugendlichen, die immer mit kaputten Jeans rumrennen müssen. Am schlimmsten ist unser Nachbarsmädchen dran. Alles durchlöchert, die Arme!

    Hier freuen sich die Kinder über einen neuen Schlafanzug/ Nachthemd. Es gab neulich bei Ern*Family ein Nachthemd, bei dem gleich ein Puppennachthemd mit dabei war. Da freuen sie sich sicher. Ist zwar teurer als eine Kleinigkeit, aber dafür auch praktisch und nötig. Und die Schlafanzüge vom Nikolaus tragen sie viel lieber als die von mir. :_J

    Lass sie einfach machen (im wahrsten Sinne des Wortes sm_; ). Es wird kommen, sie sind ja noch klein. Hier war es bei Kind 1 kein Problem, bei Kind 2 hat es sich schon rausgewachsen und bei Kind 3 sind wir dran (über ein Jahr später als bei der Schwester, aber dafür konnte es andere Dinge früher!). Wenn du schon Bücher darüber kaufst, bist du schon viel zu sehr damit beschäftigt, würde ich behaupten. Ich würde sie einfach in Ruhe lassen.
    Der Kindergarten war mir da leider im Weg. Sie waren zwar nicht direkt drängend oder drohend, aber schon sehr nervig. Ständig wurde dieses Thema angesprochen, auch vor den Kindern. Lasst sie in Ruhe, sie sind erst DREI!!! denke ich dann immer bei mir. Jetzt sind im Kindergarten Ferien, der Druck ist weg und tadaaaa - die Windel auch.


    _ot_
    Und noch ein Wort zum Alter. Letztens traf ich wieder eine von den Damen, die mir erzählen, meine Kinder seien damit viel zu spät und sicher stimme etwas nicht (mit meinen Kindern oder mit meiner Erziehung), denn ihre eigenen Kindern seien alle mit 12 Monaten trocken gewesen. "Das schwöre ich Ihnen", meinte sie sogar. Als ich dann nachfragte, wie sie das denn gemacht habe, kam eine tolle Lösung: einfach 10-12 Mal am Tag zwangsweise auf den Topf gesetzt (und zwar bis zu dem Alter, in dem meine dann auch trocken waren). Dass bei der Frequenz einfach kein Pipi mehr da ist, das daneben gehen kann, ist ja klar. Aber mein Alltag mit meinen Kindern hat keinen Klo-Stundenplan und so tragen sie doch lieber Windeln, bis sie soweit sind.


    Was die Belohnung angeht - grundsätzlich finde ich sie auch nicht so angebracht. Hier habe ich dann beim dritten Kind doch mal eine in Aussicht gestellt, weil ich den Eindruck hatte, dass es alles kann und eigentlich auch möchte, dass aber irgendwo die Motivation fehlt (nach dem Motto, wenn ich die Windel von der Nacht noch anhabe, warum dann nicht gleich da rein?). Sobald ich in Aussicht gestellt habe, dass wir als ganze Familie in die Eisdiele gehen, wenn wir im ganzen Haus keine Windel mehr brauchen, war die Sache erledigt. Aber wie gesagt: nur, weil ich den Eindruck hatte, dass es auf jeden Fall laufen wird. Nicht, um ihn umzustimmen oder etwas zu verlangen, das er selbst zu früh findet. Würde auch nicht klappen, denn inzwischen ist ja klar, dass es nicht nur Trainings- sondern vor allen Dingen Entwicklungssache ist. Und das Gras wächst ja bekanntlich nicht schneller, wenn man daran zieht...